„Zu Gast bei Technologieführern“ bei Rohde und Schwarz

Kategorie: ARBERLAND REGio GmbH, TechnologienetzwerkAutor: Maria SchneiderE-Mail: mschneider@arberland-regio.de

v.l. Tom Weber, Heiko Muhr, David Schäfer, Stephan Lang, Rita Röhrl, Dr. Erich Fuchs, Alexander Muthmann, Herbert Unnasch, Michael Loibl, Anton Schuberl (Foto: Gierl)

Um Unternehmen, Forschungsinstitute und Hochschulen enger miteinander zu vernetzen, hat das Regionalmanagement der ARBERLAND REGio GmbH in Kooperation mit dem Cluster für Mechtronik und Automation am Freitag zu Rohde & Schwarz nach Teisnach eingeladen. Damit ging die Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Technologieführern“ in die dritte Runde.
Nachdem stellvertretender Werkleiter Michael Loibl und sein Team durch die Hotspots der technischen Fertigung geführt hatten, begrüßte Regens Landrätin Rita Röhrl die 80 hochkarätigen Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. „Mit derzeit rund 1.850 Fachkräften und einer Fertigungsfläche von mehr als 65.000 Quadratmetern ist das Rohde & Schwarz Werk Teisnach nicht nur der größte Arbeitgeber der Region, sondern auch einer der wichtigsten Standortbotschafter und Innovationsträger“, so Röhrl. Als ehemalige Bürgermeisterin von Teisnach sei sie auch immer stolz, wenn sie an einem internationalen Flughafen durch einen Körperscanner von Rohde & Schwarz gehe. Stellvertretender Werkleiter Michael Loibl informierte in seiner Präsentation über die Bedeutung des Werks Teisnach als Systemlieferant für elektromechanische Baugruppen und Anlagen sowie über die Tätigkeitsfelder des Unternehmens. „Rohde & Schwarz ist führend in Messtechnik, Rundfunk- und Medientechnik, Aerospace, Verteidigung und Sicherheit sowie in den Bereichen Netzwerke und Cybersicherheit“, so Loibl. So stehe beispielsweise der größte Transistor-TV-Sender der Welt, den Rohde & Schwarz gebaut habe, im One World Trade Center in New York.

Im thematischen Teil des Netzwerktreffens, das Regionalmanager Stephan Lang moderierte, stand die „Additive Fertigung“ als eine der Schlüsseltechnologien der Industrie 4.0 im Mittelpunkt. Als erster Referent gab Dr. Erich Fuchs vom Institut FORWISS der Universität Passau einen Einblick in den neuesten Forschungsstand zur additiven Fertigung. Über verschiedene Potenziale des 3D-Drucks im Sondermaschinenbau, speziell mit Blick auf Material-, Gewicht- und Kostenersparnis, referierte Heiko Muhr vom Ingenieurbüro Muhr aus Cham. Einen kritischen Blick auf die Stärken und Schwächen der additiven Fertigung im industriellen Kontext, wagte David Schäfer, Senior Project Manager der FIT Production GmbH aus dem oberpfälzischen Lupburg. Er verwies darauf, dass es entsprechendes Know-how brauche, um das Potenzial dieser Fertigungstechnologie voll auszuschöpfen, denn „additive Fertigung beginnt bereits beim additiven Design“. Über verschiedene Dienstleistungs-, Weiterbildungs- und Fördermittelberatungsangebote des Clusters Mechatronik und Automation informierte im Anschluss Tom Weber, Clustermanager für Ostbayern. ARBERLAND REGio-Chef Herbert Unnasch unterstützte in seinem Schlusswort die Idee eines „Netzwerks für additive Fertigung“ und stellte weitere Treffen des Technologienetzwerks ARBERLAND im kommenden Jahr in Aussicht.

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