Nachgefragt bei den Technologieführern im ARBERLAND: Mesutronic Gerätebau, Manfred Artinger

Kategorie: AllgemeinesAutor: Teresa KaißE-Mail: tkaiss@arberland-regio.de

Leiter Service, Entwicklung, Konstruktion

Die vergangenen Wochen haben unsere Welt zum Stillstand gebracht: Geschäfte, Schulen und Kitas wurden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Büros und Produktionshallen standen leer. Trotz erster Lockerungen greifen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie immer noch massiv in unser aller Leben ein. Das Regionalmanagement der Kreisentwicklungsgesellschaft ARBERLAND REGio GmbH hat bei den Betrieben seines Technologienetzwerkes nachgefragt, wie sie die Krise erleben – und ob es ihnen gelingt, trotz aller Widrigkeiten positiv in die Zukunft zu blicken…

Seit mehr als 25 Jahren stellt Mesutronic Gerätebau – heute mit 211 Mitarbeitern und 6.000 Quadratmetern Produktionsfläche am Standort Kirchberg im Wald – Metallsuchtechnik für industrielle Anwendungen her. Entwicklungsleiter Manfred Artinger erlebt die Stimmung im Unternehmen als sehr unterschiedlich: „Bei manchen Mitarbeitern besteht große Sorge vor einer Ansteckung, andere betrachten das Risiko als eher überschaubar.“ Bisher sei man von Covid-19-Fällen in den eigenen Reihen verschont geblieben und hoffe, dass die entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmen dies auch künftig verhindern.

Damit im Fall einer Ansteckung nicht ganze Teams ausfallen, wurden die einzelnen Kompetenzbereiche durch Schichtarbeit getrennt. Eine arbeitsfreie Mittagszeit stellt sicher, dass Begegnungen ausbleiben. „Dort, wo es möglich ist“, erklärt der Entwicklungsleiter, „können Mitarbeiter ihre Arbeit im Home Office erledigen. Allerdings sind davon längst nicht alle begeistert.“ Darüber hinaus achtet man auf die Desinfektion gemeinsam genutzten Equipments und die räumliche Abteilung der Arbeitsplätze.

„In der momentanen Situation mag es schwierig erscheinen, die Lage positiv zu sehen und Änderungen umzusetzen“, meint Artinger, „der allseits bekannte Spruch ‚In jeder Krise steckt eine Chance‘ hat aber sicherlich einen wahren Kern. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sollten im Nachgang der Pandemie einen Rückblick auf die Ereignisse vornehmen, um Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.“ Obwohl in der Belegschaft das Bestreben herrsche, möglichst schnell zum Normalzustand zurückzukehren, wolle man, so Artinger, an Flexibilisierungsmaßnahmen, gerade im digitalen Bereich, arbeiten. Besonders bewährt hätten sich Videokonferenzen: „Wir werden daran wohl auch nach Corona festhalten und die eine oder andere Dienstreise – zum Wohle der Umwelt und mit einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes – ausfallen lassen. Dass dadurch auch noch Kosten gespart werden, ist natürlich auch betriebswirtschaftlich ein Gewinn.“