Nachgefragt bei den Technologieführern im ARBERLAND: Qioptiq Photonics Regen, Christina Kraus

Kategorie: AllgemeinesAutor: Teresa KaißE-Mail: tkaiss@arberland-regio.de

Christina Kraus, Personalleitung Qioptiq Regen

Die vergangenen Wochen haben unsere Welt zum Stillstand gebracht: Geschäfte, Schulen und Kitas wurden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Büros und Produktionshallen standen leer. Trotz erster Lockerungen greifen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie immer noch massiv in unser aller Leben ein. Das Regionalmanagement der Kreisentwicklungsgesellschaft ARBERLAND REGio GmbH hat bei den Betrieben seines Technologienetzwerkes nachgehorcht, wie sie die Krise erleben – und ob es ihnen gelingt, trotz aller Widrigkeiten positiv in die Zukunft zu blicken…

Die aktuelle Pandemiesituation erfordert auch bei Qioptiq am Standort Regen, einem Unternehmen der amerikanischen Excelitas-Unternehmensgruppe, besondere Maßnahmen. Der Blick in die Zukunft bleibt jedoch positiv – zu erwartende Auftragseingänge und Projektneustarts in 2021 erlauben dies.

Bereits im Februar wurden im Konzern erste Maßnahmen verkündet – massive Reisebeschränkungen, Dokumentation von Besucherdaten sowie verstärkte Hygieneregeln. Seitdem wurden kontinuierlich weitere Regularien via E-Mail, Aushang und über Monitore an alle Mitarbeiter verbreitet – in Spitzenzeiten waren auch tägliche Updates keine Seltenheit. „Es ist uns sehr wichtig, dass sich jeder Mitarbeiter stets gut informiert und sicher fühlt“, stellt Christina Kraus, Personalleitung am Standort Regen, klar. „Der Zusammenhalt und die gute Zusammenarbeit zwischen Werk- und Personalleitung, Facility Management, Arbeitssicherheit sowie dem Betriebsrat sind hier besonders hervorzuheben. Alle Parteien brachten und bringen jederzeit ihre Ideen und Sichtweisen ein – die beste Strategie in dieser fordernden und unsicheren Zeit.“

So wurden zum Beispiel nach und nach Geschäftsreisen untersagt, der Zutritt durch Besucher auf ein absolut notwendiges Minimum und nur mit vorheriger Genehmigung durch die Werkleitung begrenzt und ein über alle Schichten greifender Desinfektionszyklus ergänzend zur generellen Reinigung installiert. Entsprechende Beschilderungen erinnern im gesamten Werk permanent an Händehygiene und Abstandsregelungen. Besprechungen werden hauptsächlich via Skype abgehalten und erweiterte Pausenzeiten ermöglichen die abteilungsweise Nutzung von geringer bestuhlter Betriebskantine und Pausenräumen, so dass ein „Durchmischen“ der Belegschaft so gut wie möglich vermieden wird. Vorübergehend wurden im indirekten Bereich die Büros nur zu 50 Prozent besetzt – jeweils die andere Hälfte der Kollegen arbeitete von zu Hause aus. Eine eigens für diese Situation ins Leben gerufene „Mobile-Work-Regelung“, macht dies für Mitarbeiter, die den Hauptteil ihrer Tätigkeit von zu Hause aus erledigen können, möglich. Als ein weiterer Schritt wurde das Tragen von Mund- und Nasenbedeckungen eingeführt.

„Alle diese Maßnahmen bedeuten für unsere Mitarbeiter Aufwand und Einschränkung gleichermaßen. Aber sie haben das Ziel, unsere Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz bestmöglich zu schützen und sind daher wichtig und unumgänglich. Leider hatte unser Werk bereits drei „Covid-19“-Fälle zu verzeichnen – in allen drei Fällen konnte jedoch eine Ansteckung im Werk vermieden werden, was wir auch unseren Maßnahmen zu verdanken haben“, resümiert Christina Kraus, „Alle drei Kollegen sind wieder genesen und zurück an ihrem Arbeitsplatz!“

Derzeit wird es etwas ruhiger. „Wir werden viele unserer Maßnahmen dennoch beibehalten – und wenn sie später auch nur dem Schutz bei der nächsten Grippewelle dienen. Auf lange Sicht sollen wieder alle Mitarbeiter im Werk anwesend sein – für ein Produktionsunternehmen unerlässlich“, schlussfolgert Christina Kraus abschließend.

Was bleiben wird? Vor allem die Gewissheit, dass wir als Unternehmen stark sind und jede Krise meistern können!