Rohde & Schwarz Teisnach gewinnt MX Award

Kategorie: Technologienetzwerk, TechnologieregionAutor: Maria SchneiderE-Mail: mschneider@arberland-regio.de

Gratulation zum Gesamtsieg nach der Zeremonie in Bremen (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer (Vorsitzender MX Board), Robert Peter (Leiter RSPS in Teisnach), Johann Kraus (stellvertretender Bereichsleiter und ehemaliger Werkleiter) und Michael Loibl (interimistischer Werkleiter).

Teisnach. Das Rohde & Schwarz-Werk in Teisnach ist Gesamtsieger des renommierten Manufacturing Excellence Award (MX Award) 2020. Damit würdigt die Jury innovative Lösungen in Produktionsbetrieben. Die Sieger-Trophäe nahmen Firmenvertreter am 28. Januar 2021 bei einer Veranstaltung in Bremen entgegen, die Corona-bedingt nur in kleinem Rahmen stattfand und als Livestream übertragen wurde.

Der MX Award wird jedes Jahr in mehreren Kategorien vergeben. 2020 konnte Rohde & Schwarz Teisnach, stellvertretend für den Unternehmensbereich Operations, die Jury in allen betrachteten Kategorien überzeugen und somit den Gesamtsieg davontragen. „Rohde & Schwarz ist es gelungen, in den letzten Jahren viel in seine Mitarbeitenden zu investieren und die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen“, lautet das abschließende Fazit der unabhängigen Jury aus Wissenschaft und Praxis.

Robert Peter, Leiter Rohde & Schwarz Produktionssystem (RSPS) im Werk Teisnach, ist stolz auf den Gesamtsieg. „Das zeigt, dass wir uns konsequent weiterentwickeln und mit unserem nachhaltigen RSPS eine enorme Wertschöpfungstiefe im Werk meistern.“ Michael Loibl, interimistischer Werkleiter in Teisnach, ergänzt: „Der Award ist eine Gemeinschaftsleistung. Besonderer Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unseren kontinuierlichen Verbesserungsprozess mit großem Engagement vorantreiben.“

Der Benchmarking-Wettbewerb umfasste neben einem Self-Assessment Audit, bei dem die eigenen Unternehmensprozesse selbstkritisch analysiert wurden, eine Werksbesichtigung durch die Jury. Bei dieser eingehenden Vor-Ort-Analyse hatte das Team um Robert Peter der Jury anhand des Körperscanners R&S®QPS das Produktionssystem erläutert, den Wertschöpfungsprozess überzeugend dargestellt und auf die kontinuierliche Weiterentwicklung hingewiesen.

Wertvolles internes und externes Feedback

„Ohne kritisches Hinterfragen ist Veränderung unmöglich. Der MX-Prozess war für uns eine wichtige Gelegenheit, wertvolles internes und externes Feedback einzuholen“, resümiert Peter. „Durch den Austausch mit Experten konnten wir sehen, wo wir stehen und weiter dazulernen.“ Darin besteht eines der wichtigsten Ziele des Benchmark-Wettbewerbs: Entsprechend des MX-Leitgedankens „Stärken erkennen – Maßstäbe setzen“ geht es darum, die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern, branchenübergreifende Kooperationen zu stärken und Best-Practice-Lösungen zu honorieren.

Der MX Award 2020 reiht sich in zahlreiche weitere Auszeichnungen ein. So konnte das Werk 2016 den begehrten GEO (Global Excellence in Operations) Award gewinnen. Im Rahmen des Benchmark-Wettbewerbs „Fabrik des Jahres“ errang Teisnach 2014 zudem die Kategorie-Auszeichnung „Hervorragende Beherrschung der Fertigungstiefe“ und 2010 den Preis „Hervorragende Kleinserienfertigung“.

Über den MX Award

Der Manufacturing Excellence Award steht unter dem Leitgedanken „Stärken erkennen – Maßstäbe setzen“ und bietet produzierenden Unternehmen die Möglichkeit, die eigenen Stärken zu erkennen, die eigene Leistungsfähigkeit zu prüfen, sich mit den besten Unternehmen zu messen und Maßstäbe für andere zu setzen. Zu den Kategorien gehören Kundenorientierung, Produktinnovation, Logistik- und Netzwerkmanagement, Prozessinnovation, Informationstechnologie, Führungskultur und Mitarbeiterintegration, sowie Qualitätsmanagement. Der MX Award unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird seit 2004 vergeben. – gi